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Pilze und der Mensch

Wir kennen die Pilze aus dem Wald, den Schimmelpilz auf dem Käse und den Fusspilz. Im Wald freuen wir uns über die Vielfalt der Pilze, im Käse essen wir sie gerne aber überall im oder am Körper versuchen wir sie los zu werden. 



 

Das erreichen wir mit mehr oder weniger Erfolg. Ich möchte in diesem Bericht nicht auf die Vielfalten der Pilze und auch nicht auf die Namen eingehen, sondern nur auf einen Teil derer Verhalten. Wer die Namen kennen lernen will, ist bei Wikipedia oder der einschlägigen Literatur gut beraten.
Symptome
Babies bekommen einen wunden Po, auf der Haut entstehen an den unterschiedlichsten Stellen Flecken und im Körper verursachen sie seltsame Krankheiten. Bei Babies ist es vor allem im Windelalter sehr üblich, dass sie von Pilzen geplagt sind. Die roten Stellen jucken und lassen die Kinder kaum schlafen. Beim Fusspilz, der auch die Hände befallen kann, entstehen die unterschiedlichsten Arten von Flecken, die Manchmal durch Juckreiz begleitet werden. Bei unzähligen Krankheiten sind die Pilze im Körper die Mitverursacher.
Meine Beobachtungen
Woher die Pilze kommen und was sie im Körper genau bewirken, wissen nur die wenigsten. Mit schweren chemischen Keulen versucht man dem Pilz Herr zu werden - oft aber mit beschränkten Erfolg. Babies werden dauernd gesalbt und der Fusspilz wird mit starken Antimykotikas behandelt. Meistens dauert die Behandlung sehr lange und der Erfolg ist oft eher zufällig.
Wenn man die Natur aber gut beobachtet und sich für das Verhalten der Pilze interessiert, so stellt man schnell fest, was die Pilze lieben und wovon sie leben. Ich habe unterdessen gelernt, dass Pilze folgende Umgebungsbedingungen lieben:
  • dunkel
  • feucht
  • warm
  • Zucker
Schon mit einfachen Beobachtungen im Wald stellt man fest, dass Pilze immer auf der Schattenseite der Bäume wachsen. Daraus lässt sich schliessen, dass sie die Sonne nicht besonders mögen. Die Pilze im menschlichen Körper lieben zudem Zucker. Je mehr desto besser. Das heisst, bei einer heute üblichen Ernährung mit grossen Mengen an Weissmehl und raffiniertem Zucker fühlen sich die Pilze vor allem im Darm so richtig wohl. Dort stimmen alle Bedingungen perfekt.
Wenn wir diese Eigenheiten einmal herausgefunden haben, so ist es ein leichtes, den Pilzen das Leben zu erschweren. Es müssen nicht immer alle Bedingungen entzogen werden aber je mehr man entzieht, desto schneller verschwindet der Pilz.
Einfache Therapie
Mit dieser Erkenntnis ist es auch logisch, warum zum Beispiel bei Babies der Po befallen ist. Dort ist es feucht, immer dunkel und warm. Dieses ideale Milieu lieben die Pilze. Wenn wir den Pilz ohne Medikamente los werden möchten, so gibt es nichts Einfacheres, als den Po trocken, hell und kühl zu halten. Das erreichen wir ganz einfach, indem wir das Baby jeden Tag etwa eine Stunde ohne Windeln zum Beispiel vor den Ofen oder die Heizung legen. Noch besser ist natürlich Sonnenlicht, wenn das möglich ist. Dann ist der Po im Nu sehr trocken, beleuchtet und im Vergleich zu den Windeln eher kühl. Diese Therapie macht dem Pilz das Überleben sehr schwer und lässt ihn fast immer innert Tagen verschwinden. Diese Therapie hat auch ganz sicher keine Nebenwirkungen. Wenn wir das Baby aber regelmässig salben, so erhöhen wir die Feuchtigkeit und oft auch die Wärme, was den Pilz begünstigt.
Den Fusspilz findet man meistens zwischen den Zehen oder Fingern. Es gibt ihn aber auch noch auf der Handfläche oder Fussunterseite. Auch dort lässt er sich mit den gleichen Erkenntnissen beseitigen. Die Hände oder Füsse müssen mehrmals täglich mit sehr kalten Wasser gewaschen und danach besonders gut getrocknet werden. Je mehr man anschliessend die Möglichkeit hat, die befallenen Stellen der Sonne auszusetzen, desto schneller verleidet es dem Pilz. Je nach Hartnäckigkeit des Pilzes kann diese Therapie aber einige Wochen dauern. Sie ist aber bestimmt schneller als jede chemische Variante.

Im Körper ist es dann schon schwieriger die Pilze auszutreiben. Der Darm ist immer dunkel, warm und feucht. Nur auf die Zuckerzufuhr haben wir einen Einfluss. Lassen wir das Weissmehl und den Zucker weg, so bauen sich die Pilze langsam aber sicher ab. Einige Naturärzte behaupten, dass sich der Pilz durch eine zuckerlose Diät nur in den Körper zurückzieht. Das mag zwar sein aber über eine längere Zeit verschwindet der Pilz trotzdem. Dazu braucht es aber Durchhaltevermögen und Geduld.

Was hat das mit Neurodermitis zu tun?
Leider sehr viel! Bei der Neurodermitis versteckt sich der Pilz bei vielen Patienten im Darm. Vor allem jetzt auf die Weihnachtszeit hin füttern wir den Pilz - bei uns Neurodermitikern den Candida Albicans - wieder tapfer. Seit ich die Zusammenhänge verstehe, ist die Krankheit nicht mehr tragisch. Auch ich liebe Weihnachtsgebäck und kenne die Folgen. Das heisst, im Januar wird der Pilz wieder ausgehungert. Auch die Fragen an mich häufen sich nach der Weihnachtszeit wieder, weil es nicht nur mir so geht.

Jetzt wünsche ich allen Lesern wenig Pilze im Körper und eine ruhige Zeit.

Peter



Druckversion title=Druckversionps[6. Nov. 2007] Weiterempfehlen Weiterempfehlen




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