Sondermülldeponie über das Trinkwasser

Liebe Leserin, lieber Leser,

Einer glaubt es nicht. Seit 1962 lassen die Basler über ihr Trinkwasser 60 Tonnen des toxischen Zell- und Enzymgiftes Natriumsilikofluorid (Na2SiF6) «entsorgen». Diese Entsorgung läuft unter der Bezeichnung Trinkwasserfluoridierung und kostet die öffentliche Hand eine Menge Geld. Angeblich gibt es damit bessere Zähne und weniger Karies. Das behauptet wenigstens die Fluorid-Lobby.

Zwar wird nur 30% des «behandelten» Trinkwassers getrunken. Scheinbar ist diese Fluorchemikalie aber nicht nur für den Menschen gut. Mit den restlichen 70% des «angereicherten Trinkwassers» erhofft man sich offenbar weitere «therapeutische» Vorteile beim Verbrauch in Industrie und Gewerbe, beim Baden und Duschen, beim Pflanzengiessen und Autowaschen, bei der Bakterienjagd in der Klospülung usw. Und nachdem dieses fluoridierte «Trinkwasser»

g laxe. Damit ist die Basler Trinkwasserfluoridierung nicht nur eine umstrittene Zwangsmedikation, sondern sie hat auch eine umweltbelastende Komponente.

Zu diesem Zwang zum (gesundheitlichen) Glück in der Schweiz kontrastieren die Ereignisse um das Fluorgeschäft in anderen Ländern. Die am 1. Oktober 1985 im ARD ausgestrahlte Sendung «Fluor, unwirksam gegen Karies? der Filz zwischen Zuckerindustrie und Zahnärzteverbänden» hat praktisch zum sofortigen Zusammenbruch der Fluoraktionen in der BRD geführt. In Hamburg mussten z.B. nach dieser Sendung 2M3 (!) Fluortabletten vernichtet werden, weil die Stadt darauf sitzen blieb.

Selbst in der DDR wendet man sich von der Fluoridierung ab. Die Trinkwasserfluoridierung in der Kreisstadt Spremberg (bei Cottbus) und sechs angeschlossenen Gemeinden, die von 1973 bis 1982 durchgeführt wurde, hat sich als völlig wirkungslos herausgestellt. Dieses niederschmetternde Ergebnis (bekannt seit 1982) wurde jahrelang verschwiegen - verständlicherweise -, mus sie jetzt aber unter dem Druck und Widerstand gegen die Fluoridierung veröffentlicht werden.

Auch die Basler TWF hat keine Erfolge aufzuweisen - es sei denn, man wollte diese Zwangsmedikation in der Schweiz als juristischen Erfolg buchen. Sie ist nämlich rechts- und verfassungswidrig. Die Geschichte der TWF Basel erscheint nach Schweizerhalle in neuer Optik. Ing. Rudolf Ziegelbecker, ein bekannter Pionier und Kämpfer gegen die Fluoridierung, hat sie für unsere Leser auf Seite 6 ff. aufgeschrieben.

Und noch einen aktuellen Leckerbissen habe ich Ihnen anzubieten: Mein Interview mit dem Präsidenten des Krankenkassen-Konkordates und dem stv. Direktor des

Schweizerischen Gewerbeverbandes über die «Glanzleistung» unseres Parlamentes mit der Mini-Revision des KMVG. Sie haben es gehört, das Referendum ist zustande gekommen. Man kann darüber geteilter Meinung sein. Einig war man sich darüber, dass die «Revision» den Namen nicht verdient und stante pede mit der neuen Revision begonnen werden muss. An die Adresse des Parlamentes wurde harte Kritik geübt.

Auch die zwingend notwendigen Reformstrukturen standen zur Diskussion. Gesundheitskassen werden als notwendig erachtet. Zusatzleistungen der Krankenkassen für bewährte ganzheitliche Heilmethoden und Arzneimittel sollten eigentlich bereits in der Grundversicherung als Pflichtleistungen enthalten sein, meint Ueli Müller, Präsident des Konkordates der Schweizerischen Krankenkassen. Über ein solches Umdenken darf man sich freuen. Es ist zu hoffen, dass das Parlament dies nachvollziehen kann. Damit wäre auch klar, dass der Bonus in die Krankenversicherung eingebaut werden muss.

Mit dieser Mini-Revision hat der Berg tatsächlich eine Maus geboren. Es ist nicht einfach, zu entscheiden, was besser ist: Der Spatz in der Hand oder die Taube auf dem Dach. Vielleicht nimmt uns der Souverän mit der Abstimmung diesen Entscheid ab. Fast möchte man es wünschen.

Herzlich Ihr

G.R. Brem

Aus dem Magazin Vita Sana 3/87

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