Die Tetanus-lmpfung
Tetanus (Wundstarrkrampf) verläuft auch heute unter unseren medizinischen Bedingungen bei 60 % der Erkrankten tödlich. Die Erkrankung ist als eine Art Vergiftung anzusehen. Wenn Tetanusbakterien in den Organismus eindringen und sich dort vermehren, z. B. in verschmutzten tiefen Wunden, bilden sie Giftstoffe, die das Nervensystem in einer Verkrampfung lahmen. Bei einer gut heilenden oberflächlichen Verletzung ist die Gefahr eines Wundstarrkrampfes gering.

Die Impfung schutzt sicher gegen die Erkrankung. Der Schutz wird sogar schneller aufgebaut, als ein Tetanus nach einer Verletzung entstehen kann; die Nebenwirkungen sind gering.

Die sogenannte Grundimmunisierung besteht in der Regel aus zwei Impfungen und einer späteren Auffrischung. Große Abstände zwischen den Impfungen von 8 und mehr Wochen führen zu einer besseren Immunantwort als die oft empfohlene Wiederimpfung nach 4 Wochen.

Häufig wird bei Verletzungen gleichzeitig mit dieser aktiven Verletzung eine sogenannte passive Impfung verabreicht. Hierbei werden gereinigte Tetanus-Antikörper aus dem Blut von intensiv geimpften Menschen gespritzt. Diese passive Immunisierung hat ihren Platz bei Schwerverletzten oder großer Tetanusgefahr im Einzelfall, meistens ist sie aber unnötig.

Da der Impfschutz im Verlauf der Jahre abnimmt, sollte die Impfung etwa nach 10 Jahren wiederholt werden. In den letzten Jahren hat man festgestellt, daß die Wirkung besser anhält, als man früher dachte. Wer überhaupt eine Tetanusimpfung in seinem Leben hatte, braucht nur eine Nachimpfung, kein "Von-Vorne-Anfangen". Viele Menschen sind durch häufige Nachimpfungen überimpft, was auch zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Tetanus tritt nur bei Verletzungen auf. So ist die Impfung erst dann notig, wenn sich das Kind verschmutzte Wunden zuziehen kann. Das ist in der Regel erst mit 10 bis 12 Monaten der Fall.

Eine aktuelle Auflage gibt es für EURO 2 bei:
Verein für Anthroposophisches Heilwesen e.V.
Johannes-Kepler-Strasse 56
D-75378 Bad Liebenzell
Dr. Karl-Reinhard Kummer
Juli 1998


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