Die Masern-lmpfung
Früher galten die Masern als harmlose Kinderkrankheit, die zu durchlaufen ist. Sie zeichnen sich aus durch starken Husten, hohes Fieber, ein starkes Krankheitsgefühl und den typischen Ausschlag. Wesentlich für die Pflege eines an Masern erkrankten Kindes ist die Ruhe. Es darf nicht zu früh belastet werden; erst nach etwa 4 Wochen hat ein Kind wieder die alte Leistungsfähigkeit erreicht. Sind die Masern jedoch durchgemacht, hat das Kind gegen diese Krankheit einen lebenslangen Schutz erworben. Schlägt man heute ein Lehrbuch der Kinderheilkunde auf, werden Masern als gefährlich geschildert. Die Impfung wird von den meisten Ärzten als ein sicheres Mittel angesehen, diesen Gefahren aus dem Weg zu gehen. Entsprechend intensiv sind die Bemühungen, möglichst die gesamte Bevölkerung zu impfen.

Die jetzige Impfpolitik verfolgt das Ziel, die Masern weltweit ganz auszurotten. Doch dieses Ziel erscheint derzeit nicht erreichbar. Anders als unsere offiziellen Impfpläne vermuten lassen, ist eine Nachimpfung oft nicht wirksam. Eine Wiederimpfung ist erst dann möglich, wenn der Schutz aus der Erstimpfung bereits völlig vorbei ist. Dann kann man aber bereits wieder die Masern bekommen. Mit anderen Worten ist man bereits einige Jahre gegen die Masern empfänglich, bevor die Impfung wieder möglich ist.

Heute erleben die Industriestaaten, allen voran die USA, kleine Epidemien von Masern in gut geimpften Bevölkerungsteilen bei älteren Kindern oder Jugendlichen. Mit steigendem Lebensalter gibt es aber mehr Probleme durch die Krankheit. So kann die Impfung auf lange Sicht zu einer Gefährdung der Bevölkerung führen.

Es wächst auch die Gefahr für das Kind im Mutterleib und das Neugeborene. Solange die Mutter als Kinder Masern hatten, dauerte ihr Schutz lebenslang an. Vor allem gaben sie diesen Schutz weiter an das ungeborene Kind und den kleinen Säugling in Form des Nestschutzes. In einer Generation nach der Masernimpfung sind viele junge Mutter selbst ohne Schutz und damit auch ihr Kind. Es ist zu befürchten, daß wir Neugeborene mit Masern erleben werden - mit einem Risiko, das wir heute noch nicht kennen.

Dennoch wird die Impfung propagiert. Einerseits sind die Masern von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) in aller Stille von der Liste der auszurottenden Krankheiten entfernt worden. Andererseits hat sich die deutsche Regierung gegenüber den anderen europaischen Ländern dazu verpflichtet, an der "Ausrottung" der Masern durch verstärkte Impfmaßnahmen zu arbeiten.* Das erklärt die geplanten Zwangsimpfungen bei Masernepidemien.


* Fritz Tiemann: Sentinel-System zur Masern-Surveillance, Arbeitsgemeinschaft Masem (AGM), Infektionsepidemiologische Forschung des RKI, bzw. Epidemiologisches Bulletin des RKI, 11/98 vom 20.3.98.

Gäbe es nicht die Erkrankungen an Wildmasern, wäre der Schutz der Geimpften schon heute wesentlich schlechter. Wenn es die Masern in der Bevölkerung nicht gäbe, bestünde erst wirklich die Gefahr großer Masernepidemien. Denn es ist folgender Umstand viel zu wenig bekannt: Fast jeder, der mit Masern in Berührung kommt, erwirbt einen lebenslangen Schutz, selbst der gegen Masern Geimpfte.

Ähnliches gilt für die Röteln oder den Mumps bzw. die Windpocken.
Es wird in der wissenschaftlichen Literatur praktisch nicht beachtet, daß die Kinderkrankheiten nicht nur Risiken haben, sondern auch positive Entwicklungsschritte nach sich ziehen.

Besonders die Masern wirken in dieser Richtung. Nach durchgemachter Krankheit kann man feststellen: Die Kinder laufen besser, sprechen flüssiger und bekommen geschicktere Finger; ihr Blick wird klarer, sie machen einen deutlichen Entwicklungsschritt. Das hat der Verfasser in seiner Praxis an fast 500 Kindern nachweisen konnen.*

Berücksichtigt man diese Tatsachen, kommt man zu einer realistischen Einschätzung der Gefahren, auch der Gefahr einer Lungenentzündung oder einer Hirn-Entzündung.



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Verein für Anthroposophisches Heilwesen e.V.
Johannes-Kepler-Strasse 56
D-75378 Bad Liebenzell
Dr. Karl-Reinhard Kummer
Juli 1998

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