Motivation
Ursachen
Symptome
Analysen
Teufelskreis
Therapien



Veranstaltungen
Literatur
Glossar
Links


Ernährungstherapie trotz Schwäche für Süßigkeiten?

Diskussion an jemanden mailen
Version zum Ausdrucken
Lesezeichen speichern (nur registrierte Benutzer/innen)
 
Vorherige Diskussion | Nächste Diskussion  
Hauptmenü Therapien ( Öffentlich )
Start der Diskussion

loom (1 Beitrag) Klicken Sie hier um eine E-Mail an loom zu senden. Klicken Sie hier um eine private Mitteilung an loom zu senden. Klicken Sie hier um das Benutzerkonto von loom zu sehen. Klicken Sie hier um die IP Adresse von loom zu sehen. 18.Aug.2008 20:17
Ernährungstherapie trotz Schwäche für Süßigkeiten?
Hallo!

Zunächst einmal möchte ich mich vorstellen: Ich bin 30 Jahre alt, ausgebildeter Fremdenführer und Übersetzer und leide seit meiner Geburt an Neurodermitis. Das Ekzem war mal stärker, mal weniger stark, aber stetig vorhanden und eigentlich habe ich mit der Zeit auch ganz gut damit umzugehen gelernt. Natürlich war es immer ein Handicap, aber ich versuchte einfach so wenig wie möglich daran zu denken um kam damit über die Jahre auch einigermaßen zurecht.

Seit ca. einem Jahr hat sich der Ausschlag jetzt aber stark ausgebreitet. Zu den üblichen Stellen - Kniebeugen, Arme und Rücken - kamen Hals, Gesicht und Bauch dazu und was besonders lästig ist, der rechte Handteller bzw. die komplette rechte Hand, wo sich das Ekzem regelrecht festgebissen hat und selbst mit hochdosiertem Cortison nicht mehr zu bremsen ist. Das ist einerseits lästig, weil man die rechte Hand für nahezu alle Tätigkeiten braucht (Vom Putzen einmal gar nicht zu reden) und zweitens weil das Ekzem dort auch sofort jedem auffällt - Ob das jetzt Mädels sind, mit denen man im Café sitzt oder Personalentscheider bei Vorstellungsgesprächen.

Ich bin seit einem Jahr aus diesem Grund auch wieder regelmäßig beim Hautarzt, dem allerdings außer Cortison (als Salbe und Tabletten)bisher nicht viel dazu eingefallen ist. Immerhin, letzthin habe ich eine Bestrahlungstherpaie begonnen, die bislang allerdings keinen Erfolg zeigt.

Die üblichen Cremes (Protopic, Elidel etc) helfen alle kaum bis gar nicht und von Bioresonanz usw halte ich allein schon deshalb nicht viel, da es mein Budget nicht erlaubt.

Ich habe nach den Beiträgen hier im Forum an eine Ernährungstherapie gedacht, zögere aber aus einem Grund: Ich bin (leider) ein großer Fan von Süßigkeiten aller Art und ein längerer Verzicht darauf käme quasi einer Selbstgeißelung gleich. Ich habe das in der Fastenzeit einmal durchgezogen und es war wirklich hart, da mir das Zeug einfach so irrsinnig gut schmeckt. Auch bei Alkohol sehe ich ein kleineres Problem, da er erstens eine beruhigende Wirkung hat, was meinem Hang zur Nervosität sehr entgegen kommt und es zweitens kaum ein gesellschaftliches Event ohne Alkohol gibt. Ich trinke dabei nie extrem viel, aber ein, zwei Gläser Wein oder ein gutes Hefeweizen heben halt schon auch die Lebensqualität. Außerdem war ich bis vor 4 Jahren totaler Abstinenzler und hatte trotzdem bereits Neurodermitis..

Mit den anderen Dingen hätte ich kein Problem. Nachtkerzenölkapseln und Vitamin B nehme ich jetzt bereits regelmäßig und auf Milchprodukte und Nüsse zu verzichten, fiele mir nicht besonder schwer.

Meine Frage jetzt: Besser Selbstkasteiung und dadurch möglicherweise psychischen Leidensdruck oder die Ernährungstherapie wieder verwerfen?

Außerdem: Wie geht ihr mit dem optischen Problem der Krankheit um? Ich wünsche mir seit Jahren sehnlichst wieder einmal eine liebevolle Partnerin, befürchte aber, dass ich mit der Krankheit niemals mehr eine finden werde, zumal ich sonst auch nicht gerade der Modeltyp bin.

Freu' mich über eure Antworten. Bin übrigens heuer 30 geworden.

loom

  Meldung an den Administrator Ändern | Anwort | Antwort mit diesem Beitrag | Nach oben

Inhalt der Diskussion

Betreff Autor Datum ID
 RE: Ernährungstherapie trotz Schwäc… barney 18.Aug.2008 1
 RE: Ernährungstherapie trotz Schwäc… Schlars 19.Aug.2008 2
   RE: Ernährungstherapie trotz Schwä… Schlars 19.Aug.2008 3
        RE: Ernährungstherapie trotz Schw… April 19.Aug.2008 4
            RE: Ernährungstherapie trotz Sch… barney 19.Aug.2008 5
                RE: Ernährungstherapie trotz Sc… Marisa 30.Sep.2008 6

Hauptmenü | Diskussionsrunde | Vorherige Diskussion | Nächste Diskussion

Beiträge zu dieser Diskussion

barney (27 Beiträge) Klicken Sie hier um die IP Adresse von barney zu sehen. 18.Aug.2008 22:16
1. RE: Ernährungstherapie trotz Schwäche für Süßigkeiten?
Meine Frage jetzt: Besser Selbstkasteiung und dadurch möglicherweise psychischen Leidensdruck oder die Ernährungstherapie wieder verwerfen?


hi loom,

wo ist denn jetzt der positive ansatz?

also wenn dein leidensdruck so groß ist, dann solltest du den weg mit der ernährungstherapie gehen.

wenn dir das süße und der alkohol wichtiger ist als deine gesundheit, dann geht es dir wahrsscheinlich noch nicht schlecht genug.


ich bin 36 und habe auch neuro, seit 12 jahren. und ich habe herausgefunden, dass vor allem zucker aber auch mindestens glutenhaltiges getreide mir absolut nicht bekommen.

allein zucker und milchfrei wird nicht reichen. zumindest nicht bei jedem. es ist sicherlich ein anfang. versuche doch erst einmal nur eine sache konsequent zu meiden. vielleicht fängst du mit dem weglassen von getreide an. aber du musst geduld haben. d.h. es kann monate dauern.

ich bin uch ein totaler junkie was süßigkeiten angeht, habe aber eben auch schon monatelang durchgehalten und es wurde wirklich langsam aber stetig besser. aber dann bin ich wieder eingebrochen. momentan unternehme ich wieder einen neuen versuch.
ich denke der ganze zucker und getreidekram wirkt auf mich wie eine droge. der entzug kann ziemlich übel sein.

  Löschen | Meldung an den Administrator Ändern | Anwort | Antwort mit diesem Beitrag | Nach oben

Schlars (78 Beiträge) Klicken Sie hier um eine E-Mail an Schlars zu senden. Klicken Sie hier um eine private Mitteilung an Schlars zu senden. Klicken Sie hier um das Benutzerkonto von Schlars zu sehen. Klicken Sie hier um die IP Adresse von Schlars zu sehen. 19.Aug.2008 08:44
2. RE: Ernährungstherapie trotz Schwäche für Süßigkeiten?
Willkommen und gleichzeitig Glückwunsch zum runden 30 Geburtstag!

Ich habe zur Zeit ein ähnliches Problem. Im Gesicht (rund um die Augen) schuppt es stark. Auch an verschiedenen Fingern an der rechten Hand macht sich die ND bemerkbar. Zum Glück ist es auszuhalten, auch fast ohne Kortison. Ich kann mir vorstellen, wie du denkst, das wenn du mit nem netten Mädel redest oder dich als Fremdenführer sicherlich viele Leute anschauen ... Ich handhabe es so, dass ich offen über Neurodermitis rede. Wem es zu ekelig ist oder deswegen nichts mit mir zu tun haben will - Bitte, der kann gehen. Wobei ich die Erfahrung bisher eigentlich noch nicht gemacht habe, da, sagen wir mal, der Zustand schlechter Haut nicht so selten ist.
Im übrigen, bin 22, also fast dein Alter ;)

Bist du dir sicher, das du auf alle Milchprodukte verzichtest? Wenn du auf vielen Events bist, gibt es dort sicherlich auch eine Menge zu essen. Weißt du, wo überall Milchprodukte drin sind? Fertigsoßen, Aufschnitt (in der Regel auch bei frischen vom Metzger, immer nachfragen), allg. Fertigprodukte, oft Brot oder Brötchen etc. Etwas gewöhnungsbedürftig ist es schon, auf diese Produkte zu verzichten. Ich selber esse keinen Zucker & keine Milchprodukte, (außer Käse ohne Lactose oder mit wenig Lactose).nehme Vitamin B, so anderes Mineralzeugs und ernähre mich gesund (viel Obst, besonders Gemüse).

Mit dem Alkohol, das kann ich verstehen. Da hapert es bei mir auch. Am Wochenende wird schon mal das eine oder andere Bier getrunken. Vom Alkohol öffnen sich die Poren und deswegen juckt es mehr (soweit ich das richtig in Erinnerung habe). Nachvollziehen kann es nicht unbedingt aber na gut.

Was kannst du machen? An deiner Stelle würde ich versuchen, auf Zucker zu verzichten. Besorge dir Agavendicksaft oder/und Ahornsirup. Sind natürliche Süßungsmittel, probiere es damit! Abgesehen vom Zucker ist sonst auch nur Dreck in Süßgikeiten drin.

Ob es bei dir dann wirklich hilft? Bei mir habe ich schon das Gefühl, das es hilft. Unter anderem fühle ich mich fitter (vielleicht bilde ich es mir nur ein, trotzdem gut) und meinem Magen geht es besser. Du musst einfach verschiedene Sachen ausprobieren und DEINEN Weg finden. Bioresonanz habe ich auch mal ausprobiert. Hat bei mir auch nichts geholfen, bis auf einen leichteren Geldbeutel. Anderen hilft es. Kannst auch deinen Stuhl untersuchen lassen, Salzbäder machen, mal ans Meer fahren (kann da Helgoland sehr empfehlen, beste Luft Deutschlands), ans tote Meer fahren ...

So, etwas durcheinander, aber hoffentlich etwas hilfreich

  Löschen | Meldung an den Administrator Ändern | Anwort | Antwort mit diesem Beitrag | Nach oben

Schlars (78 Beiträge) Klicken Sie hier um eine E-Mail an Schlars zu senden. Klicken Sie hier um eine private Mitteilung an Schlars zu senden. Klicken Sie hier um das Benutzerkonto von Schlars zu sehen. Klicken Sie hier um die IP Adresse von Schlars zu sehen. 19.Aug.2008 08:51
3. RE: Ernährungstherapie trotz Schwäche für Süßigkeiten?
@barney

Komisch, gerade war dein Beitrag noch nicht da oder habe ich den überlesen!? Wie auch immer.
Warum soll Getreide ungesund sein? Wenn du nur die hellen Pappbrötchen ist, die sind sicherlich nicht gesund. Wenn du aber dein Mehl selber malst, dein Brot selber backst, könnte ich mir vorstellen, das es eher gesund ist (außer das es nicht basisch, sondern säuerlich ist). Man sollte Auszugsmehle (Mehl ohne die Hülle des Korns) und allgemein Weizen eher meiden. Esse sonst mehr Dinkel, kannste 1:1 mit Weizen austauschen.
Wenn du natürlich eine Glutenunverträglichkeit hast, dann musst du das ganze meiden.

  Löschen | Meldung an den Administrator Ändern | Anwort | Antwort mit diesem Beitrag | Nach oben

April (161 Beiträge) Klicken Sie hier um eine E-Mail an April zu senden. Klicken Sie hier um eine private Mitteilung an April zu senden. Klicken Sie hier um das Benutzerkonto von April zu sehen. Klicken Sie hier um die IP Adresse von April zu sehen. 19.Aug.2008 09:19
4. RE: Ernährungstherapie trotz Schwäche für Süßigkeiten?
Lass dich doch erst auf Lebensmittelunverträglichkeiten testen bevor du wahllos eins nach dem anderen weglässt und es dann dochnichts hilf. Ich habe das gerade gemacht und bei mir kam raus dass ich alle Milchprodukte, Eier und eben auch glutenhaltige Lebensmittel meiden soll. Milch und eier hab ich schon zur Genüge weggelassen, habe auch Dinkel statt Weizen genommen und nur noch Vollkorn und so, aber ich scheine die glutenhaltigen Getreide wirklich nicht gut zu vertagen, da bringt es dann nichts wenn ich alles andere konsequent durchziehe! Ich weiss nocht nicht ob es jetzt ohne Gluten besser wird, aber ich kann wenigstens wieder hoffen. Und ich kann euch sagen es fällt mir alles andere als leicht auf Brot zu verzichten, bin nicht ganz sicher ob das nicht schlimmer ist als Zucker, auch wenn ich total auf Süsses abfahre, aber Getreide macht einem echt das Essen schwer! Aber ich bin soweit dass ich fast alles machen würde wenns hilft! Ich denke an dem Punkt musst du sein, sonst schaffst du das nicht.
  Löschen | Meldung an den Administrator Ändern | Anwort | Antwort mit diesem Beitrag | Nach oben

barney (27 Beiträge) Klicken Sie hier um die IP Adresse von barney zu sehen. 19.Aug.2008 09:49
5. RE: Ernährungstherapie trotz Schwäche für Süßigkeiten?
@ schlars

meiner meinung nach ist getreide mit das schlimmste, was ich meinem körper antun kann. generell halte ich getreide für nicht wirklich gesund bzw. verträglich. habe sehr viel rumprobiert und bin mittlerweile der überzeugung, dass die ernährung richtung low carb oder wenigstens medium carb gehen sollte.

  Löschen | Meldung an den Administrator Ändern | Anwort | Antwort mit diesem Beitrag | Nach oben

Marisa (2 Beiträge) Klicken Sie hier um die IP Adresse von Marisa zu sehen. 30.Sep.2008 17:25
6. RE: Ernährungstherapie trotz Schwäche für Süßigkeiten?
hey,
also ich bin 17 und habe seit meiner Geburt ND.Es gab nie Phasen in denen es ganz weg war,aber erträglich.Doch seit ca. einem Jahr ist es so schlimm geworden,dass ich Zeitweise nicht mehr aufstehen konnte,geschweige denn arbeiten.November 2007 war ich 3 wochen in einer Hautklinik das heißt Cortison als Salbe und Tablette über 8 Wochen lang,Antibiotika,Antihistaminika ohne ende,wunderbar meine haut glich einem Babypopo(naja bis auf die narben)doch kaum war ich aus dem Krankenhaus raus,fing es wieder an.Schön die Symptome haben die Schulmediziner bekämpft, aber die Ursache leider nicht im geringsten.Jetzt ist es seit drei Monaten wieder so schlimm das ich die Wände hoch gehen könnte,hab gerade meinen Ausbildungsplatz deswegen verloren und bin wirklich verzweifelt,also schickte meine Mutter mich zum Homöopathen.Er gab mir diverse tropfen und tabletten die ich nun nehme und riet mir auf Zucker(auch Milchzucker),Gluten,Milcheiweiß,Hefe und Schweineflisch zu verzichten.Ich halte es jetzt zwar erst seit drei Wochen durch, aber man gewöhnt sich dran.Die ersten tage hatte ich verdammt schlechte laune weil ich endlich mal wieder was Süßes essen wollte oder Nudeln, doch es wird immer besser.Gestern hab ich dann Kekse gebacken(gewöhnungsbedürftig aber okay).Ob die Haut besser wird kann ich noch nicht beurteilen, da ich gerade wieder einen neues Schub hab, der aber mehr psychische Ursachen hat.Doch ich denke man sollte es probieren,ich war an einem punkt wo ich wirklich alles dafür getan hätte das ich mich endlich wieder schmerzfrei bewegen kann und ich kenn viele denen es geholfen hat bzw. hilft.Und man findet immer Mittel und Wege Mahlzeiten nach zu kochen ohne all diese Produkte, man muss herumexperimentieren und es ist teuer,aber wenn es hilft nehm ich das alles nur zu gerne in kauf.
Liebe Grüße Marisa
  Löschen | Meldung an den Administrator Ändern | Anwort | Antwort mit diesem Beitrag | Nach oben


Sperren | Archiv | Löschen

Hauptmenü | Diskussionsrunde | Vorherige Diskussion | Nächste Diskussion

Für Ideen, Ergänzungen und Fragen info@neurodermitis.ch